Artikel-Schlagworte: „Deutsche Eishockeyliga“
Zwischenmeldung vom Tagebuch
MEISTAAAAAAAAAAAA und ja ick lebe noch! Muß mich nur auch erstmal ein bißchen vom “Streß” der letzten Woche erholen. Und Ihr wollt doch das Tagebuch in gewohnter Qualität?
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Werde mich also in den nächsten Tagen hinsetzten und den Wahnsinn der letzten Woche verarbeiten und zu Monitor bringen. Dabei war der Bericht über den genialsten Sonntag meines Lebens letzten Dienstag schon fast fertig. Aber dann….. Irgendwie war keine Zeit mehr. Komisch.
Genießt einen schönen ruhigen 1. Mai Abend. Ab morgen übrigens beginnt dann auch für uns Eisbären die neue Saison. Hört sich komisch an, ist aber so. Auswertung, Planung und Vorbereitung beginnen morgen 9 Uhr
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In diesem Sinne PROST, wie lesen und die Tage!!!
21.5. Oabeiten, oabeiten, oabeiten ….
Was für ein geiles Wetter heute. 20°C und schönste warme Sonne. Tat echt jut nach gestern und half beim Krafttanken. Allerdings och nur am Vormittag, danach mußte Robbi ins Büro und war Meinung, daß der Bär helfen müßte. Schließlich hätt ick ja zwei Pranken, damit kann man auch die Tickets für Mannheim sortieren… Na toll!
War och keene leichte Arbeit. Aber im Endeffekt sind jetzt alle Tickets an den Fan gebracht, auch wenn noch einmal doppelt so viele Fans fahren wollten. Immer doof, Leute die die Eisbären unterstützen wollen abzulehnen. Aber morgen werden 600 heiße Eisbärenfans die QuadratArena rocken!
Wat ick heute sehr cool fand, waren die Kommentare bei Facebook. ALLE glauben an unsere Jungs. Und ick weeß, daß die auch an sich glauben. Morgen werden wir Mannheim die Party versaun. Wir sehen uns Dienstag in der o2 World!
NUR DER EHC!
20.4. 1:2 ist noch lange nicht verloren!
Der Tag ging gestern schon stressig los. Da man in den Playoffs ja mit wirklich allem rechnen muß, was sich auch prompt am Abend bewahrheiten sollte, haben wir an diesem Tag noch die Dreharbeiten zu dem Film für die Best-Sabel Schule auf dem Eis gemacht. Ick mußte also ein bißchen Eishockeyspielen. Hat die Regie-Jungs dann schon erstaunt, dat ick dit och kann. Allerdings sind 3 Stunden Dreharbeit uffm Eis beim Hockeyspielen janz schön anstrengend und vor allem warm. War aber lustig.
Dann gings in die direkte Spielvorbereitung. Ich glaube jeder Mitarbeiter der o2 World war ganz schön uffjerecht. Jeder fragte nach den Chancen. „Na klar gewinnen wir heute“.
Was soll man da auch sagen…
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Vom Spiel kann ick heute gar nicht so viel erzählen, da ich viel unterwegs war, teils Job, teils Beruhigung. Ist halt doch extrem spannend. Alles was ich sah war, daß wir über weite Strecken die spielerisch bessere Mannschaft waren. Aber wie schon in Spiel 2 in der Quadratestadt wußten unsere Jungs keinen Vorteil da raus zu ziehen. Mannheim, mit der nötigen Clevernes und dem dazugehörigen Glück und natürlich einem Freddy in Topform, ließ sich keine „Eier ins Nest legen“. Kleine Fehler entscheiden diese Serie. So war es auch heute. Gingen wir in Drittel 1 in Führung, konnten die Adler im 2. Drittel nach einem Eisbärenfehler ausgleichen und in Drittel 3, bei 5 Minuten Überzahl (Sim mußte wegen hohem Stocks mit Verletzungsfolge vom Eis) in Führung gehen. Diese haben die Adler auch clever bis zum Ende, gegen anstürmende Eisbären verteidigt. Jetzt ist es also passiert – wir haben den Heimvorteil aus der Hand gegeben. Trotz optisch-technischer Überlegenheit, sind die Mannheimer momentan die clevere Mannschaft mit einer sehr guten Defensive und starken Einzelspielern, die an guten Tagen auch mal ein Spiel alleine entscheiden.
Allerding: Wir sind die Playoffs!!!!!
Unsere Jungs haben sich in Düsseldorf letztes Jahr den Finaleinzug nach einer extrem spannenden Serie, in Spiel 5 auswärts geholt, warum sollte das nicht auch am Sonntag in Mannheim gelingen. Die Mannschaft wird einen Weg finden, diese Niederlage wegzustecken und am Sonntag für den Dienstag zu kämpfen.
Entschuldigt, wenn ich heute so schreibfaul war, aber der Abend war ganz schon anstrengend und leider fehlt das Adrenalin, was im Siegesfall sicher um einiges höher durch meinen Körper gesprudelt wäre.
Sonntag wird hart! Aber es ist machbar!
NUR DER EHC!
18.4. Die Quadratur des Kreises (Tatanka)
Ganz ehrlich, wenn man mal drüber nachdenkt… ein Kreis in der Quadratestadt ………:-) – ein klassiches (tatankasiches) Oxymoron. Das aber nur am Rande.
Mannheim is ja nun noch ein bißchen weiter als Straubing, zumindest wenn man aus Berlin kommt. Und da ja auch am Donnerstag wieder viel zu tun ist, egal wie das heute ausgeht, haben wir uns entschlossen wieder das Bully-Mobil zu nehmen. „Chauffeure“ waren och genug an Board, also ne entspannte Auswärtsfahrt. Nen kleinen Umweg mußten wa aber in Kauf nehmen, der tischlernde und messebauende Bruder vom Teamchef lungerte gerade im tiefsten Niedersachsen rum, hatte ein paar Tage Pause und wollte och noch mit. Da man sich entgegen kommen wollte traf man sich also 2 Kilometer hinter ner Autobahnabfahrt in Aseln….. Ja, ja genau den, den Ihr jetzt im Kopf habt, hab ich natürlich och gebracht, „die Assel in Asel abholen“ – wat für ne Steilvorlage
. Na jut, er hat das „Umwegegeld“ auch ordnungsgemäß in 2 Sixern Radeberger bezahlt. Der
weeß halt wat sich jehört! Nächste Rast und „Männerpause“ war dann bei Kassel. Erinnert sich noch jemand? Klar! Sommertheater! Von diesem Hügel des Parkplatzes hatte meinen guten Blick über die Stadt …. Bloß schnell weiter!
Irgendwann mußten wir auch tanken und noch mal ne „Männerpause“ machen. Endlich erfuhr ich auch daß Geheimnis der „tiefergelegenen“ Pinkelbecken. Dachte immer die sind für Kids. Sicher, die können die auch nutzen. Ein Tracker erklärte mir aber, daß die eigentlich für Italiener und gutbestückte männliche Bevölkerungskreise gebaut wurden…. Truckerwitze uffm Raststättenmännerclo – mehr Klischee geht nicht.
Rockerten dann auch recht pünktlich gegen 16.15 Uhr vor der SAP Arena ein und platzierten uns GUT SICHTBAR auf dem BUSPARKPLATZ gegenüber der SAP. So wurde das übrigens auch an alle Selbstfahrer kommuniziert. Sollte eigentlich klar gewesen sein, wo es die Tickets gibt. Ab 16 Uhr klingelte schon Robbis Handy, die Selbstfahrer gaben im Minutentakt persönliche Fahrtinformationen ab, immer begleitet von der Frage, wo man uns denn findet (die Mail hatten übrigens alle bekommen, in der stand, daß es die Tickets am BUSPARKPLATZ, in der Nähe der Berliner Busse geben wird). Die Antwort war also: Am BUSPARKPLATZ gegenüber der SAP Arena, in der Nähe der Berliner Busse, am schwarzen BULLYMOBIL. Nach dem gefühlten 300sten Telefonat wurde dieser Satz einstimmig von der Bully-Mobil-Besatzung und allen rund umstehenden Eisbärenfans zum Satz des Tages gewählt. Berechtigt. Robbi war dafür och janz schön genervt. Verstehe ja och nicht, was an dem Satz: Am BUSPARKPLATZ gegenüber der SAP Arena, in der Nähe der Berliner Busse, am schwarzen BULLYMOBIL nicht zu verstehen ist. Muß wohl die allgemeine Playoff Aufregung sein.
Ärgerlich war dann, das auch noch mehrere Leute NICHT kamen, die wegen der Kurzfristigkeit erst vor Ort bezahlen wollten. Ägerlich vor allem, weil in Mannheim an diesem Spiel auch kein weiterer Bedarf an Karten mehr bestand. Kann man Robbi verstehn, daß er angepißt war, wenn Karten im Wert von 240€ nicht abgeholt wurden…… Aber das konnte man jetzt auch nicht mehr regeln und das Spiel ging gleich los. Also rin…
Meen „Kollege“ der Arena-Hamster Udo – der Geist der beim Bau getöteten Feldhamster, die hier einstmals das Gelände bevölkerten (oder so in der Art) – gab sich dann auch die größte Peinlichkeit und tat so, also ob er auf das Eisbärenlogo auf dem Eis uriniert. Wärs braucht ….. Mal abgesehen davon, daß die Adler kein eigenes Maskottchen haben, darf sich das Arenamaskottchen bei denen auf dem Eis tummeln. Wäre ähnlich, wen in der o2 World ein Mobiltelefon, als Maskottchen der Eisbären rumhüpfen würde. Die spinnen die Quadratköppe.
Und dann gings och kurz später los. Respektvoll muß man anerkennen, daß die Mannheimer es an diesem Tag auch sehr ordentlich hinbekamen, die richtige Playoffstimmung auf die Ränke zu zaubern. Zwar mußte der Stadionsprecher die „Zuschauer“ öfter mal auffordern aufzustehen, wenn sie den Adler wären, aber die Arena war über weite Strecken des Spiel extrem laut. Natürlich gab der Berliner Mob auch ordentlich Gas, hatte es an diesem Abend aber schwer, gegen die personelle Übermacht der Mannheimer anzukämpfen.
Wat soll man zum Spiel weiter sagen. Mannheim ist natürlich mit dem Heimvorteil zu Hause auch ne Macht. Außerdem mußten sie kommen um nicht am Freitag schon das erste Endmatch zu haben. Und das taten sie auch und setzten unsere Jungs von Anfang an unter Druck. Wieder war Zepp der stärkste Berliner. Die Bären fanden sich zwar besser ins Spiel, aber Ulle schaffte es im Nachschuß den Puck in unseren Kasten zu befördern, auch weil unsere Verteidigung nicht auf der Höhe war. Wenig später allerdings schnappte sich Barry-Junge den Puck nach einem Fehlpaß der Adlerverteidiung und drosch das Spielgerät an Freddy vorbei. Ausgleich und es ging wieder von vorne los, allerdings änderte sich das Resultat bis zur 1. Pause nicht mehr.
Die ersten 12 Minuten des zweiten Drittel gehörten den Eisbären, teilweise schnürten sie die Mannheimer im eigenen Drittel ein. Nur Zählbares sprang nicht heraus. Machtse keen, kriegste een und schwupp war es passiert, das 2:1 für die Hausherren viel in dieser Phase fast wie aus dem Nichts. Und danach sollten die Eisbären auch bis Spielende nichts mehr auf die Reihe bekommen, die Adler wurden immer selbstsicherer und schafften im letzten Drittel das Ergebnis recht flink auf 4:1 hochzutreiben. Zwar gab es noch mal ein paar Bemühungen der Eisbären, aber zwingend war nichts. Die Hausherren gewannen verdient mit 4:1 und konnten die Serie zum 1:1 ausgleichen. Am Freitag geht’s also wieder von vorne los, so zusagen im Best of three Modus. Erinnert Euch an meine Worte am Anfang dieser Serie…. Da beide Mannschaften auf Augenhöhe spielen und kleine Fehler dieses Serie entscheiden werden, kann der Heimvorteil mit den eigenen Fans im Rücken der ausschlaggebende Punkt sein……. Eins Sieg deshalb am Freitag eigentlich schon Pflicht, sonst wirds wirklich ganz schwer……. Und dazu brauchen die Jungs auf dem Eis die Mädels und Jungs auf den Rängen. Lautstark, krativ und nach vorne peitschend!
Auf der Rückfahrt gabs dann noch eine erzählenswerte Episode. Warum unser, zu diesem Zeitpunkt niedersächsischer Chauffeur ausgerechnet Ost-Ost-Ost-Göppingen anfuhr konnte er uns auch nicht erklären. Drinnen sah es dann allerdings auch wirklich aus, wie im Osten früher – gähnend leere Auslagen. Einsam gammelte ein Käsebaguette vor sich hin, das auf jeden Fall seine schönsten Stunden schon lange hinter sich hatte. Ost-Ost-Ost-Göppingen…….
Zu Hause angekommen, diesmal uffs Anlegebier verzichtet und gleich auf Kaffee umgestiegen – war ja schon hell. Half aber nicht, nen paar Stunden mußte ick och noch die Augen zumachen – versank auch gleich im Bärenschlaf …. waren ja auch wiedermal 24 Stunden on Tour.
Ein Unding ist gestern aber auch in Mannheim passiert. Zuvor muß man sagen, war für uns Berlina alles super, es gab eine gute Zusammenarbeit mit Arena und Sicherheit. Doch nach dem Spiel, als die Kassen die Karten für Sonntag verkauften, wurden etliche Eisbärenfans, die sich angestellt hatten mit den Worten abgewiesen: Verpißt euch ihr Eisbärenfans, ihr bekommt hier keine Karten. Ohne Worte!!!! Und das an einer offiziellen SAP-Verkaufskasse.
Es geht an sich nicht um den Fakt, daß sie den Eisbärenfans keine Karten verkauft wurden, sondern einfach nur um den Ton. Andersrum hätten etliche Adlerfans bei uns Karten kaufen können……
15.4. Auf zur letzten Runde
Es ist die Schlacht der Giganten, das Finale der Rekordmeister, die beiden Topadressen in Sachen Ausbildung – nicht umsonst standen sich im DNL-Finale die Jungadler und unsere Juniors gegenüber.
Beide Teams hatten in der Saison ihre jeweiligen Heimspiele gewonnen. Und wer erinnert sich nicht noch gerne an das Spiel gegen Mannheim auf NHL-Eis Anfang Oktober. Ich persönlich glaube, daß die beiden spielerisch stärksten Mannschaften mit dem tiefsten Kadern in diesem Finale auf einander treffen. Die Chancen stehen 50:50, vielleicht ist in dieser Saison der Heimvorteil der entscheidende Faktor.
Bei Wolfsburg im letzten Jahr war ich Recht zuversichtlich, daß wir nicht 3 Spiele gegen die Autostädter verlieren. In diesem Jahr ist das anders, schätze ich doch Mannheim als wesentlich härteren Brocken ein. Dementsprechend war die Anspannung an diesem Sonntag besonders hoch. Aber wir hatten Playoff Wetter.
Bis auf die Kids Club Suite gab`s auch im Ablauf nicht wesentlich viel Neues, hatten wir ja schon 5x in den letzten 7 Jahren J. Klar war, daß Bernd Römer wieder die Nationalhymne rockt – hat ja bisher IMMER Glück gebracht. Ick hab ihn mit meenem Kleenen natürlich och wieder zu seiner Bühne gebracht.
Und dann gings endlich los. Den Respekt den beide Teams vor einander hatten war deutlich zu spüren. Unsere Bären setzten die Gummihühner aus der Quadratestadt auch ordentlich unter Druck bis diese sich auch mehr ins Spiel fanden. Schön (und ein wenig erwartet) zu sehen, daß beide Mannschaften versuchten, daß Spiel mit Eishockey zu gewinnen, nicht mit Dorfteichrumpelhockey. Ging aber zu Null in die Kabine. Auf den Balkonen gabs dann auch die unterschiedlichsten Meinungen. Von Sweep bis 5 Spiele waren auch alle Tipps vertreten, na okay, davon das eventuell ja och die Adler Meister werden könnten, sprach keiner
.
Im 2. Drittel ein ähnliches Bild, beide Teams auf Augenhöhe, Chancen auf beiden Seiten und die Torhüter beide mit ner großen Leistung. Langsam wurde es „ungemütlich“ im Pelz, die Spannung stieg enorm – wer hier das 1. Tor schießt gewinnt Spiel Nr. 1.
Aber auch bis zur 2. Pausensirene gabs keine Tore ……
Und die Spannung stieg ins unermessliche. Das letzte Mal war ich bei einem Eishockeyspiel so angespannt, als wir im letzten
Jahr Spiel 4 gegen Düsseldorf hatten und es in die Verlängerung ging. Damals allerdings war es schon das „Ex oder Hopp“ Spiel, hier war es „lediglich“ das Erste im Finale. Auf der anderen Seite haben aber die Eisbären bei ihren bisherigen Meisterschaften auch immer das 1. Spiel gewonnen. Das heißt jetzt noch nichts, aber es hilft ein bißchen
.
Im letzten Drittel endlich die Erlösung, Mads brachte über seinen Schlittschuh die Scheibe im Tor unter – Videobeweis! Da unser kleiner Däne nicht gekickt hatte, war das Tor regulär, die Halle tobte und man konnte die Steine richtig plumsen hören. Mannheim wurde jetzt „fickriger“, kassierte Strafen und dann 8 Minuten vor Ende, wieder mal ne Eisbärenüberzahl, schlenzte Ritchie den Puck von der blauen Linie ins Tor – das war die Erlösung. Eine unglaubliche Anspannung fiel ab und die Freude war riesig, nich nur bei mir und meinem Bully-Team, sondern in der ganzen Arena, naja bis auf Block 411
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Ein unglaublich wichtiger Sieg in einem packenden 1. Spiel. Die Bedeutung kann man eigentlich erst erfassen, wenn man beide Teams und die Verletztensituation vergleicht. Mannheim komplett, bei den Eisbären „20 Meisterschaften“ verletzt oder gesperrt. Respekt an das ganze Team! Besonders gefreut habe ich mich über unsere Nr. 10, der sein bestes Spiel im Eisbärentrikot zeigte, zwar hat er nicht gepunktet, dafür ist er gnadenlos dahin gegangen wo es weh tut.
Auf jeden Fall ist es ein gutes Gefühl den ersten Sieg eingefahren zu haben und so ein bißchen leichter in die Quadratestadt zu fahren. Das wird da am Mittwoch ein ganz heißer Tanz und sicher richtungsweisend für den Rest der Serie. So richtig will ich mich da immer noch nicht festlegen. Da spielen die Top-Teams der Liga auf Augenhöhe und nur Kleinigkeiten entscheiden über Sieg oder Niederlage. Das die Adler sich zu Hause nicht die Butter vom Brot nehmen lassen wollen ist klar, die Fans da werden ihren Teil dazu beitragen. Mal schaun wie lautstark unsere 600-Mann Reisegruppe es schafft unsere Bären zum Sieg zu brüllen. Und wenns nach mir geht, brauch ick kein 2. Mal da runter rockern!!!!
Danke Mike K. für die Fotos!
11.4. Mission „Dorf 2“ – Finaaaaaalllllleeeee oooooooohhhhoooooo…………..
In Berlin noch schönstes Sonnen-Playoff-Wetter sind wir so um 11.30 Uhr an der Geschäftsstelle gestartet. Na klar wieder mit Bully-Mobil, hatte doch Robbi allen Eisbärenfans und Sträublingern gesagt, daß er die Tickets vor der Halle aus diesem verteilen wird. Im Nachhinein die klügste Entscheidung des Dienstages. Unterwegs erst Herrn P. seinen Bus überholt (der machte gerade Rast) und dann den „Warnwestenbus“. Böse Zungen in Eishockeydeutschland behaupten ja, daß dieser Bus wie ein „Geisterschiff“ auf deutschen Straßen unterwegs ist und regelmässig bei allen wichtigen und vielen unwichtigen Eishockeyspielen in diesem Land auftaucht, einfach so. Allerdings wird auch behauptet, daß der Bus öfter mal am Rand einer Autobahn, vorzugsweise auf dem Standstreifen gesichtet wurde. Was wiederum die Warnwesten, der ansonsten recht einheitlich, weinrot gekleideten Besatzung erklärt. An diesem Tag sollte der Bus aber ein gutes Karma haben und war sogar vor dem Bus von Herrn P. und Uwe in Straubing. Was wohl auch daran lag, das Herr P. sein Bus auf der Autobahn noch mal nen kurzen Richtungswechsel vollzog und gen Berlin zurückdonnerte, um das „Begleitkommando“ von Team Green zu verwirren. Die waren wohl der Meinung ab bayrischer (österreichischer) Staatsgrenze den Bus begleiten zu müssen. Man hatte wohl nen Aufkleber an der Raststätte entdeckt…….
In Straubing dann auch gleich mal richtig beschissenes Wetter mit Niesel und Regen und Niesel und Regen. Wir durften mit dem Bully-Mobil wirklich direkt neben den Kassen parken, damit unsere Fans nicht so lange suchen mußten und die Sträublinger natürlich auch nicht. Und das war auch gut so, den in diesem Regen Tickets ausgeben, Listen kontrollieren und Geld kassieren wäre echt ne Hardcorenummer geworden. So nach und nach trafen sie auch alle ein. Dem einen Straubinger konnte Robbi wohl noch eine größere Anzahl Tickets versprechen, worauf er versprach für jedes Ticket zusätzlich zwei bayrische Biere mitzubringen. Das Bully-Mobil sah danach auch aus wie ein bayrischer Spätverkauf (den es sicher in Bayern nicht gibt). War lustig. Ein bißchen Trinkgeld (54€) für den Nachwuchs kam auch zusammen, Herr P. spendet von seinem Bus och noch mal 20€, Lutz noch mal 2€ und icke runde dann auf 100€ auf. Danke Tigers-Fans! Entspannt war auch der Einlass. Bis auf 2 Trolls aus Berlin, die trotz Ansage auf den Bussen, der Meinung waren Team Green mal ne Leuchtfackel vor die Nase zu halten. Dazu gabs noch mal ein bißchen Nebel und kurzzeitig war auf dem Vorplätzchen nüscht mehr zu sehn. Als sich dann der Qualm verzog, sah man sie (nein nicht im Wäschetrog) sondern in nem grünen Kessel
. War dann auch relativ schnell klar, daß die Jungs wohl umsonst nach Niederbayern gereist waren. Naja auch in Straubing gibt’s wohl eine SKY-Bar
.
Pünktlich zum Spielbeginn im Stadion, hatte ich das Gefühl, das es noch mal ein bißchen voller, als in Spiel 2 war. Klar, die hofften hier alle auf DIE Sensation. Wir auf das Gesetz der Serie. Allerdings begannen die Hausherren auch so, wie sie vor 2 Tagen in Berlin aufgehört hatten, aber auch unsere Jungs kamen wieder besser in Tritt und es entwickelte sich ein hochspannendes Spiel. Das sollte es auch bis zum Ende bleiben. Barry Talackson glückte dann schon in Minute 5. der erste Treffer. Doch die Tigers erhöhten den Druck und kamen zu 3, 4 gefährlichen Kontern. Eine dieser Angriffsversuche nutze dann auch ausgerechnet unser Straubinger „Liebling“ Bakos zum 1:1 Ausgleich. Das die Halle das ausrastet, war zu erwarten. Mit diesem Ergebnis gings auch in die erste Drittelpause. Und es regnete immer noch…
Nach der Pause unsere Bären klar die bessere Mannschaft, nur leider sprang bei dieser Überlegenheit nichts Zählbares raus, spätestens Brust war in dieser Phase immer die Endstation. Und auch eine 5-3 Überzahl wurde nicht genutzt. Und das rächt sich ja bekanntlich häufig. So auch in diesem Fall. Nach angezeigter Strafe gegen Baxi setzten sich die Tigers in unserem Drittel fest. Felle büßte auch noch seinen Schläger ein und so fiel nach ca. einer Minute das Tor. Ick globe länger hätte der Schiri auch seinen Arm mit der angezeigten Strafe nicht mehr oben lassen können. Die Strafe entfiel zwar, aber es stand auch 2:1. Zwar erhöhten unsere Bären noch einmal die „Schlagzahl“, in diesem Drittel sprang aber nüscht mehr bei raus. Die Fans standen recht ratlos in der Pause im Regen, son bißchen wie die begossenen Pudel. Klar, es waren noch 20 Minuten und eigentlich unsere Jungs gut am Drücker. Nur Tore wollten nicht fallen. Und die Sträublinger hatten wohl ne ganz passable Statistik, was Siege nach Führung im 2. Drittel anging. Hatten!
Man sah unseren Jungs an, daß sie zwar Bock hatten nach Berlin zu fahren, aber ohne den bayrischen Anhang. Genau wie die Geschäftsstelle hatte da keener Bock auf ne zusätzliche Freitagabend Schicht. Trotz Druck der Hausherren schaffte Barry-Junge nach 5 Minuten in diesem Drittel den vielumjubelten Ausgleich und du konntest zuschauen, wie ein Teil der Anspannung aus den Gesichtern des Berliner Mobs verschwand. Danach hatten unser Jungs auch das Spiel im Griff, was allerdings in dieser Phase, sowohl auf dem Eis, als auch auf den Rängen sehr „giftig“ war. Und so kam ein Teil des Berliner Anhangs in den Genuß von mehreren Straubinger Bierduschen. Kann ick verstehen. Ist zwar nicht so schlimm das Bier wie in Nürnberg, von der Offenbarung allerdings auch Meilen entfernt. Und da se ihr Kleingeld ja schon in Spiel 2 Berlin gespendet haben, wurde jetzt der Becherpfand dem Gästeblock überlassen. Mensch, mensch, wenn wir die Bayern nich hätten – danke für Hartz 4 und den Becherpfand!
Und dann war es in der 54 Minute endlich so weit. Brusty war mal wieder mit vergeblichen Checkversuchen beschäftigt, verlor das Gleichgewicht und Darin Olver hatte keine Schwierigkeiten einzunetzen…. Ihr habt noch 6 Minuten!!!!! Die wollten die Tigers auch noch mal nutzen und hatten ein paar ganz gute Möglichkeiten. Rob Zepp hatte aber och keen Bock mehr uff Gegentore. Als die Sträublinger kurz vor Ende (Brust wollte gerade sein Tor verlassen) noch ne Strafe zogen, war es wiederum unsere 1. Reihe, die einen gescheiten Konter fuhr, den Buschi schön vollendete. Das war dann auch gleichzeitig die „Sternstunde“ von Herrn Brust – und sicher auch sein letztes Spiel für ne ganze Zeit länger. Herr Brust war nach dem Tor der Meinung, Buschi erst mal an seinem Schläger „riechen“ zu lassen und streckte unsere Nr. 26 in alter Rittermanier nieder. Ganz peinlich wurde es dann, als er zur Entscheidung der Schiris auf Matchstrafe noch in Richtung Straubing-Fans applaudierte. Ganz schlechter Sport, ganz schlechter Abgang Herr Psycho-Brust! Schade, weil das trübte so ein bißchen das Saisonende der Straubinger, die den Eisbären wirklich einen großen Kampf geliefert haben. Können wir nur hoffen, daß Buschi keine Gehirnerschütterung hat und am Sonntag wieder ufflaufen kann. Nach Spielende feierten wir unsere Mannschaft, die Straubinger ihre. Und natürlich, weil Saisonende kamen die Straubinger noch mal aus der Kabine. Großer Sport und selten im Profimannschaftssport so gesehen, feierten die Eisbärenfans auch das Straubinger Team und skandierten minutenlang „Straubing“ ……
Danach gabs noch ein paar nette Gespräche mit der Straubinger Ultrafraktion, die eine ganz Symphytische ist. Mit dem Wunsch Mannheim zu schlagen – man will na nicht gegen den Vizemeister verloren haben – und das wir gut zu Hause ankommen sollen, wurden wir in Straubing sehr nett verabschiedet.
Auf der Rückfahrt wars dunkel, Maich vom Daich war schnell. Mit Anlegebier diesmal um 6 Uhr im Bett gewesen – am nächsten Tag war ja och keen Feiertag, sondern es wartete wieder ne ganze Menge Arbeit. Allerdings die schönere von beiden Varianten. Nachher also…. Finaleeeeee ohhho, aber erst mal nur die Vorbereitung.
Hier noch ein kleines Video von nach dem Spiel. Fair!
9.4. Upps – Matchball verspielt
Ums vorweg zu nehmen – Enttäuscht waren wir alle am Ende des Tages. Und Hochmut kommt vor dem Fall, denn vielleicht waren sich Fans und Mannschaft „zu“ sicher, den Sack zu zu machen. Eigentlich sprach nichts dagegen, die beiden ersten Spiele mit 4:1 waren auch sehr überzeugend. Aber der Reihe nach.
Das die Anspannung von Spiel zu Spiel in jeder Runde steigt, brauch ich Euch nicht erzählen. Gerade wenn es dann in die
„Entscheidungsspiele“ geht. So auch am Ostermontag. Vorbereitet war eigentlich alles, mußte dadurch „erst“ gegen 11 Uhr in der o2 World sein. Ist ja am Ende der Saison auch immer eine eingespielte Routine der Abläufe. In den Playoffs fallen noch einige Saisonaufgaben weg, weil man einfach wesentlich mehr auf das sportliche fokusiert und fokusiert ist. Natürlich gehört so was wie die Fanbegrüßung von mir und meenem Kleenen in der Mainhall auch zu den Playoffs dazu. Och wenn da plötzlich erst mal ca. 800 leidlich besoffene Niederbayern stehn. Die Sträublinger haben noch mal den letzten Saisonsonderzug organisiert und waren seit 5 Uhr auf den Beinen. In die o2 World haben es aber nicht alle geschafft, 8 Jungs durften sich in der Zeit des Spieles Berlin angucken, wenn sie es denn in ihrem Zustand noch geschafft haben. Aber alles in allem bis da hin wie erwartet.
Das änderte sich zu Spielbeginn. Die Straubinger rannten im wahrsten Sinne des Wortes um ihr Leben, na klar bei ner Niederlage ist die Saison für das diesjährige Überraschungsteam der DEL zu Ende. Im 1. Drittel standen beide Torhüter im Mittelpunkt und beide hielten ihren Arbeitsplatz, teilweise mit spektakulären Paraden sauber, so das es mit 0:0 in die 1. Pause ging. Im 2. Drittel erhöhten die Niederbayern noch einmal den Druck, Zepp mußte zwischenzeitlich 5 Paraden am Stück absolvieren – der Einzige in dieser Phase mit „Normalform“. In der 34. Minute war er dann drin der Puck – nur leider im falschen Tor. Allerdings hatte sich das abgezeichnet. Kurz danach, die Eisbären in Unterzahl, schnappte sich Lolle einen Querpass und machte sich alleine auf Brust`s Tor auf den Weg. Tanz(bär)tiger Bruno (wie der es geschafft hat in Bayern zu überleben, bei diesem Namen
) holte unsere 12 von den Beinen – Penalty. Den schob Lolle auch an Brust vorbei und bei den Eisbärenfans war die Welt wieder in Ordnung – die Halle stand Kopf. Doch die Gäste machten in diesem Drittel weiter Druck. Ein Tor viel aber nicht mehr.
Auch im letzten Drittel ein ähnliches Bild, die Straubinger mit der besten Leistung in dieser Serie, konnten immer wieder gefährlich vor Rob Zepp auftauchen. Ausgerechnet als die Eisbären wieder in Überzahl spielten schnappte sich Schönberger einen sehr riskanten Pass von unserem Kapitän, spielte auf Whitecotton, der keine große Schwierigkeit hatte, daß Spielgerät hinter Zepp zu befördern. 1:2 für die Gäste – der Oberrang tobte. Unsere Bären versuchten alles, fanden aber keinen Weg mehr an einem gutaufgelegten Barry Brust vorbei. Und wie das dann so ist, schaffte Straubing noch das Empty-net-goal und damit die Sensation. Das gallische Dorf schlug das große Berlin zu Hause mit 1:2 und erzwang so Spiel 4 in dieser Serie. Für die Straubinger natürlich neben dem sportlichen Wert ein weiterer Geldsegen.
Na gut, also noch einmal nach Niederbayern fahren. Und das das ein extrem schweres Spiel werden würde, war allen klar. Die Sträublinger hatten noch mal Morgenluft gewittert, das Publikum wird sicher auch nicht so lahm sein wie beim Spiel 2 der Serie, es erwartet uns also vermutlich wirklich so was wie die „Hölle des Südens“. Aber wat mut dat mut und vielleicht war es ja auch für unser Team der „Bugschuß“ zur rechten Zeit. Och wenn die Straubinger stark aufgespielt hatten, unser Team war bisher in der Serie das läuferisch und technisch wesentlich bessere Team. Und wenn sie in Straubing wieder zum Eisbärenhockey zurückfinden, sollte die Finalteilnahme machbar sein.
In Ingolstadt kamen am Abend die Quadratestädter auch unter die Räder, es stand also in beiden Serien 2:1 für die Rekordmeister. Ganz ehrlich, dieses Finale wünsche ick mir och – wat ist fairer als den Titel „Rekordmeister“ direkt auszuspielen. Aber bis dahin ist noch ein langer Weg – 1116 km um genau zu sein
.
Zu allem Überfluß war dann im Fanbogen noch dit Bier alle – ja es gibt diese Tage….
8.4. Ostersonntag – Eiersuchen ausgefallen
Na klar, um 3 zu Hause um 5 im Bett (son „Anlegebierchen“ gehört ja traditionell zur Auswärtsfahrt dazu) gabs am nächsten Tag nüscht mit suchen und som Zeugs. Hatte mich da dieses Jahr wieder mal erfolgreich ausgeklinkt. Jut zu wissen, daß auch der montägliche Spieltag so gut wie fertig vorbereitet ist, also war klar – ausschlafen. Irgendwie lief der Tag dann auch son bißchen so wie der Freitag, recht „osterlos“
. Ostern taugt scheinbar eh nur noch dafür, den anderen mitzuteilen, daß wir da Playoffs spielen. Ansonsten komplett überbewertet. Also verbrachte icke den Tag damit, ein bißchen Sozial-media-Aktivitäten zu verbreiten und zu schlafen. Geht dann aber och schnell rum son Zwischentag. Und die Vorfreude auf Montag wurde größer und ehrlich gesagt och ein bißchen innere Unruhe ….. Immerhin der 1. Matchball.
7.4. Besuch uffm „Dorf“
Bullymobil gesattelt, die Geschäftsstellen Boys und Girls eingesammelt und um 11 Uhr auf der Piste nach Straubing……
A9 war dann och frei und wir kamen zügig voran, haben noch alle 7 Fanbusse überholt, ne kurze Rast eingelegt um dann pünktlich fast als erste im „Dorf“ einzurollen. Da stand dann auch schon ein Mob von 300 Sträublingern vor ihrer Halle – gab aber keene Bananen. Allerdings och keinen Imbiss, Kiosk oder ähnliches – ne sehr trockene Veranstaltung also da draußen.
So richtig Platz haben die ja um die Halle och nicht. Das mußte als 1. der Eisbärenspielerbus erfahren. Als der nämlich ankam und auf den kleinen Parkplatz wollte, den sich SKY schon mit Team Green teilte, war erst mal kein durchkommen. Robbi – der Chef meiner Bullycrew versuchte dann auch Team Green zu überzeugen, die österliche Kaffepause zu beenden und mal nen Weg für die Spieler zu bahnen, mußte den Jungs dann auch erst mal erklären, das der Einsatz eines Megaphons nicht nur Ultra ist, sondern ab und zu ganz sinnvoll. Da aber im Stadion Megaphonverbot ist hatten die also ihrs och nicht mit. Nach ner Gefühlten Ewigkeit ham se dit dann aber och geschafft, unseren Jungs einen Weg frei zu machen. Also die Mannschaft war schon mal da, dann können ja och die Fanbusse langsam einrollen.
Als die dann am nahegelegen Busabstellgleis ankamen, mußte Team Green auch erst mal die ganze Straße sperren, es gab ein bißchen Rauch und Licht, ein paar lustige Gesänge und der Mob strömte in die Halle. Erstaunlicherweise gabs auf dem Vorplatz kaum Ticktdealer – bis auf Robbi
. Als die Sträublinger mitbekamen, daß da Karten „verteilt“ werden (die meisten der Selbstanreiser hatten im Vorfeld überwiesen), wurden se neugierig. Aber och das Eisbärenkontingent von 500 Tickets war restlos ausgeschöpft. Doof nur, daß es immer noch einige Eisbärenfans gibt, die dann ihre bestellten Karten nicht abholen. Schade, weil etliche Fans nicht mitkonnten, da die 500 Karten ja eigentlich alle weg waren
.
Die Atmosphäre war im großen und ganzen aber recht friedlich, klar jede Seite erhoffte sich ne Menge von diesem Spiel, nachdem beide Punkte (auf dem Eis und auf den Rängen) am Donnerstag in Berlin geblieben sind.
Lustig war dann der „Einlauf“ – dicke bayrische Cheerleader hopsten uff dem Eis zu unmöglicher Bierzeltmusik rum. Janz
ehrlich, liebe Straubinger: Cheerleader beim Eishockey ist eh grenzwertig, aber dit braucht kein Mensch. Unser kleiner, aber extrem gut gefühlter und gesangstechnisch sehr gut aufgelegter Eisbärenblock sorgte schon ne Stunde vor Spielbeginn für Playoffawayatmosphäre – Warmsingen war angesagt. Und zu Spielbeginn war man da und zwar auf Augenhöhe mit den Sträublingern. Das 1. Drittel ging sportlich los. Optisch gings da weiter, wo man am Donnerstag aufgehört hat, die Straubinger vielleicht noch nen Tick aggressiver als vor 2 Tagen. Die Eisbären aber wieder mit dem besseren Start. Olver nach 13 und Tine Braun nach 15 (PP) Minuten schossen eine verdiente Führung heraus. Kurz vor Drittelende, die Eisbären spielten in Unterzahl, machte Preussen-Rene seine Strafzeit, die zum 0:2 führte wieder wett und verkürzte auf 1:2 aus Straubinger Sicht. Pause. Meisterliche Gelassenheit im Pausenbereich am „Fluß“ unter den Eisbärenfans. „Machen die so weiter, sollte das heute passen“. Erstaunlich waren die andern 5000 Fans, aus der angeblichen „Hölle des Südens“. Zu Anfang ham se zwar mitgehalten, danach aber weitestgehend dem Eisbärenanhang das „Feld“ überlassen. Da bekommt „Hölle“ gleich ne ganz andere Bedeutung
. Auf jeden Fall war unserer Mob über das Spiel deutlich besser und teilweise wesentlich lauter als die Einheimischen. Die Mannschaft aber auch, zumindest besser. Allerdings gaben die Niederbayern nicht auf und hatten durchaus mal die eine oder andere Chance, Rob war sicher. In der 33. Minute dann ein sehenswerter Konter über Backsmann, T.J. auf Jimmy Sharow, der dann keine Probleme beim Vollstrecken hatte in Richtung Eisbärenfankurve lief und erst mal fett gegen das Plexi sprang. YES!!!!! Auf jeden Fall der geilste Torjubel des Tages und auch die Vorentscheidung, der Mob hatte Spaß.
Das letzte Drittel sollte leider mit einer unschönen Randerscheinung enden. Wesentliches passierte nicht, bis André Rankel in der 48. Minute Daniel Sparre wohl so unglücklich erwischte, daß dieser mit Verletzung vom Eis mußte, Rankel mit großer Strafe leider auch. Da schwante den meisten schon nichts Gutes ….. Leider hat keiner die Szene so wirklich richtig gesehen, lag sie doch in einem beschis…. Winkel zu unserem Block. Och Sky und die Hauptsschiris haben es nicht gesehen. Der Linesman machte dann die Jungs mit der Binde in der Unterbrechung darauf aufmerksam. Und die Eisbären 5 Minuten in Unterzahl. Jimmy wurde dann auch noch rausgesetzt und wir spielten 2 Minuten 5 auf 3. Großartige 2 Minuten, mit einem großartigen Rob Zepp und einer sehr gut verteidigenden Mannschaft. Wenn man in 2 Minuten 5 auf 3 nur ein Mal aufs Tor schießt, kann man so ein Spiel nicht gewinnen. Die logische Konsequenz war dann Buschis Tor zum 1:4 in Eisbären-Überzahl zwei Minuten vor Ende – das Aus in Spiel 2 für die Tigers und einen Stand von 2:0 für unsere Eisbären. Matchball Nr.1 am Ostermontag in Berlin. Wenn da nicht die Sache mit Ränks wäre. Für dieses Spiel wär er ja automatisch nach seiner großen Strafe gesperrt, die weitere „Urteilsverkündung“ soll dann am Dienstag sein. Erst mal gabs
aber noch ne kleine Party im Block (Jungs, haltet Euch ran, OKV gibt’s uffm Foto nur, wenn ihr och Playoff-Figuren habt!!!) und strahlende Gesichter uff Berliner Seite. Allerdings war der Sträublinger in seiner Stadionkneipe nun nicht wirklich niedergeschlagen, die befinden sich seit erreichen der Playoffs eh schon in einer Art „Dauerrauschzustand“, was ihnen auch gegönnt sei. Rückfahrt war dann eher ereignislos, gab noch zwei Filme im Bullymobil, Maich vom Deich fuhr recht flott zurück und gegen halb 3 warn wir back in town. Auswärtsfahrten sind schön – Auswärtssiege noch mehr.
Am geilsten waren aber doch die gelben Gummistiefel, die Fanbeiratsholli vom örtlichen Fahnbeirat in Straubing überreicht bekam. Und Respekt, daß er die die ganze Zeit in der Halle trug.
6.4. Karfreitag – Kein PO-Wetter, kein Aufstehn!
Der Tach is schnell erzählt:
Nach dem es am Abend/der Nacht zu vor doch wieder später wurde als geplant (man soll ja die Siege feiern, wie sie fallenJ), schlug ich gegen 13 Uhr dit erste mal die Augen uff. Grauet Wetter und dann och noch kalt und regen – Augen wieder zu! Gegen 16 Uhr dann mal vorsichtig inne Küche gekieckt ob mein Fisch uffm Tisch steht. Stand er, also was gegessen und wieder inne Falle. 20 Uhr gabs dann noch nen Feiertagsbierchen und ab gings wieder ins Bette, was ich dann auch bis zum Samstag nicht mehr verlassen habe. Da ja Samstag och nen langer Tag werden würde, war das wohl nicht die schlechteste Vorbereitung. Ostern wird eh überbewertet, für mich ist die immer ein Fest, wat neben den Playoffs stattfindet (meinstens). Als Randerscheinung so zu sagen J. Aber uff den Samstag freu ick ma schon richtig……. Rechne mit nem knappen und harten Spiel, sollten wir gewinnen, machen wir dann am Montag in eigener Halle den Sack zu, mein Tipp: 3:4 für uns!









