9.4. Upps – Matchball verspielt

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Aktualisiert am: 14. April 2012

Ums vorweg zu nehmen – Enttäuscht waren wir alle am Ende des Tages. Und Hochmut kommt vor dem Fall, denn vielleicht waren sich Fans und Mannschaft „zu“ sicher, den Sack zu zu machen. Eigentlich sprach nichts dagegen, die beiden ersten Spiele mit 4:1 waren auch sehr überzeugend. Aber der Reihe nach.

Das die Anspannung von Spiel zu Spiel in jeder Runde steigt, brauch ich Euch nicht erzählen. Gerade wenn es dann in die „Entscheidungsspiele“ geht. So auch am Ostermontag. Vorbereitet war eigentlich alles, mußte dadurch „erst“ gegen 11 Uhr in der o2 World sein. Ist ja am Ende der Saison auch immer eine eingespielte Routine der Abläufe. In den Playoffs fallen noch einige Saisonaufgaben weg, weil man einfach wesentlich mehr auf das sportliche fokusiert und fokusiert ist. Natürlich gehört so was wie die Fanbegrüßung von mir und meenem Kleenen in der Mainhall auch zu den Playoffs dazu. Och wenn da plötzlich erst mal ca. 800 leidlich besoffene Niederbayern stehn. Die Sträublinger haben noch mal den letzten Saisonsonderzug organisiert und waren seit 5 Uhr auf den Beinen. In die o2 World haben es aber nicht alle geschafft, 8 Jungs durften sich in der Zeit des Spieles Berlin angucken, wenn sie es denn in ihrem Zustand noch geschafft haben. Aber alles in allem bis da hin wie erwartet.

Das änderte sich zu Spielbeginn. Die Straubinger rannten im wahrsten Sinne des Wortes um ihr Leben, na klar bei ner Niederlage ist die Saison für das diesjährige Überraschungsteam der DEL zu Ende. Im 1. Drittel standen beide Torhüter im Mittelpunkt und beide hielten ihren Arbeitsplatz, teilweise mit spektakulären Paraden sauber, so das es mit 0:0 in die 1. Pause ging. Im 2. Drittel erhöhten die Niederbayern noch einmal den Druck, Zepp mußte zwischenzeitlich 5 Paraden am Stück absolvieren – der Einzige in dieser Phase mit „Normalform“. In der 34. Minute war er dann drin der Puck – nur leider im falschen Tor. Allerdings hatte sich das abgezeichnet. Kurz danach, die Eisbären in Unterzahl, schnappte sich Lolle einen Querpass und machte sich alleine auf Brust`s Tor auf den Weg. Tanz(bär)tiger Bruno (wie der es geschafft hat in Bayern zu überleben, bei diesem Namen :-)) holte unsere 12 von den Beinen – Penalty. Den schob Lolle auch an Brust vorbei und bei den Eisbärenfans war die Welt wieder in Ordnung – die Halle stand Kopf. Doch die Gäste machten in diesem Drittel weiter Druck. Ein Tor viel aber nicht mehr.

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Auch im letzten Drittel ein ähnliches Bild, die Straubinger mit der besten Leistung in dieser Serie, konnten immer wieder gefährlich vor Rob Zepp auftauchen. Ausgerechnet als die Eisbären wieder in Überzahl spielten schnappte sich Schönberger einen sehr riskanten Pass von unserem Kapitän, spielte auf Whitecotton, der keine große Schwierigkeit hatte, daß Spielgerät hinter Zepp zu befördern. 1:2 für die Gäste – der Oberrang tobte. Unsere Bären versuchten alles, fanden aber keinen Weg mehr an einem gutaufgelegten Barry Brust vorbei. Und wie das dann so ist, schaffte Straubing noch das Empty-net-goal und damit die Sensation. Das gallische Dorf schlug das große Berlin zu Hause mit 1:2 und erzwang so Spiel 4 in dieser Serie. Für die Straubinger natürlich neben dem sportlichen Wert ein weiterer Geldsegen.

Na gut, also noch einmal nach Niederbayern fahren. Und das das ein extrem schweres Spiel werden würde, war allen klar. Die Sträublinger hatten noch mal Morgenluft gewittert, das Publikum wird sicher auch nicht so lahm sein wie beim Spiel 2 der Serie, es erwartet uns also vermutlich wirklich so was wie die „Hölle des Südens“. Aber wat mut dat mut und vielleicht war es ja auch für unser Team der „Bugschuß“ zur rechten Zeit. Och wenn die Straubinger stark aufgespielt hatten, unser Team war bisher in der Serie das läuferisch und technisch wesentlich bessere Team. Und wenn sie in Straubing wieder zum Eisbärenhockey zurückfinden, sollte die Finalteilnahme machbar sein.

In Ingolstadt kamen am Abend die Quadratestädter auch unter die Räder, es stand also in beiden Serien 2:1 für die Rekordmeister. Ganz ehrlich, dieses Finale wünsche ick mir och – wat ist fairer als den Titel „Rekordmeister“ direkt auszuspielen. Aber bis dahin ist noch ein langer Weg – 1116 km um genau zu sein :-).

Zu allem Überfluß war dann im Fanbogen noch dit Bier alle – ja es gibt diese Tage…. :(

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