7.4. Besuch uffm „Dorf“

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Aktualisiert am: 11. April 2012

Bullymobil gesattelt, die Geschäftsstellen Boys und Girls eingesammelt und um 11 Uhr auf der Piste nach Straubing……

A9 war dann och frei und wir kamen zügig voran, haben noch alle 7 Fanbusse überholt, ne kurze Rast eingelegt um dann pünktlich fast als erste im „Dorf“ einzurollen. Da stand dann auch schon ein Mob von 300 Sträublingern vor ihrer Halle – gab aber keene Bananen. Allerdings och keinen Imbiss, Kiosk oder ähnliches – ne sehr trockene Veranstaltung also da draußen.  Eisbären SpielerbusSo richtig Platz haben die ja um die Halle och nicht. Das mußte als 1. der Eisbärenspielerbus erfahren. Als der nämlich ankam und auf den kleinen Parkplatz wollte, den sich SKY schon mit Team Green teilte, war erst mal kein durchkommen. Robbi – der Chef meiner Bullycrew versuchte dann auch Team Green zu überzeugen, die österliche Kaffepause zu beenden und mal nen Weg für die Spieler zu bahnen, mußte den Jungs dann auch erst mal erklären, das der Einsatz eines Megaphons nicht nur Ultra ist, sondern ab und zu ganz sinnvoll. Da aber im Stadion Megaphonverbot ist hatten die also ihrs och nicht mit. Nach ner Gefühlten Ewigkeit ham se dit dann aber och geschafft, unseren Jungs einen Weg frei zu machen. Also die Mannschaft war schon mal da, dann können ja och die Fanbusse langsam einrollen.

Als die dann am nahegelegen Busabstellgleis ankamen, mußte Team Green auch erst mal die ganze Straße sperren, es gab ein bißchen Rauch und Licht, ein paar lustige Gesänge und der Mob strömte in die Halle. Erstaunlicherweise gabs auf dem Vorplatz kaum Ticktdealer – bis auf Robbi :-). Als die Sträublinger mitbekamen, daß da Karten „verteilt“ werden (die meisten der Selbstanreiser hatten im Vorfeld überwiesen), wurden se neugierig. Aber och das Eisbärenkontingent von 500 Tickets war restlos ausgeschöpft. Doof nur, daß es immer noch einige Eisbärenfans gibt, die dann ihre bestellten Karten nicht abholen. Schade, weil etliche Fans nicht mitkonnten, da die 500 Karten ja eigentlich alle weg waren :-(.

Die Atmosphäre war im großen und ganzen aber recht friedlich, klar jede Seite erhoffte sich ne Menge von diesem Spiel, nachdem beide Punkte (auf dem Eis und auf den Rängen) am Donnerstag in Berlin geblieben sind.

Lustig war dann der „Einlauf“ – dicke bayrische Cheerleader hopsten uff dem Eis zu unmöglicher Bierzeltmusik rum. Janz ehrlich, liebe Straubinger: Cheerleader beim Eishockey ist eh grenzwertig, aber dit braucht kein Mensch. Unser kleiner, aber extrem gut gefühlter und gesangstechnisch sehr gut aufgelegter Eisbärenblock sorgte schon ne Stunde vor Spielbeginn für Playoffawayatmosphäre – Warmsingen war angesagt. Und zu Spielbeginn war man da und zwar auf Augenhöhe mit den Sträublingern. Das 1. Drittel ging sportlich los. Optisch gings da weiter, wo man am Donnerstag aufgehört hat, die Straubinger vielleicht noch nen Tick aggressiver als vor 2 Tagen. Die Eisbären aber wieder mit dem besseren Start. Olver nach 13 und Tine Braun nach 15 (PP) Minuten schossen eine verdiente Führung heraus. Kurz vor Drittelende, die Eisbären spielten in Unterzahl, machte Preussen-Rene seine Strafzeit, die zum 0:2 führte wieder wett und verkürzte auf 1:2 aus Straubinger Sicht. Pause. Meisterliche Gelassenheit im Pausenbereich am „Fluß“ unter den Eisbärenfans. „Machen die so weiter, sollte das heute passen“. Erstaunlich waren die andern 5000 Fans, aus der angeblichen „Hölle des Südens“. Zu Anfang ham se zwar mitgehalten, danach aber weitestgehend dem Eisbärenanhang das „Feld“ überlassen. Da bekommt „Hölle“ gleich ne ganz andere Bedeutung :-). Auf jeden Fall war unserer Mob über das Spiel deutlich besser und teilweise wesentlich lauter als die Einheimischen. Die Mannschaft aber auch, zumindest besser. Allerdings gaben die Niederbayern nicht auf und hatten durchaus mal die eine oder andere Chance, Rob war sicher. In der 33. Minute dann ein sehenswerter Konter über Backsmann, T.J. auf Jimmy Sharow, der dann keine Probleme beim Vollstrecken hatte in Richtung Eisbärenfankurve lief und erst mal fett gegen das Plexi sprang. YES!!!!! Auf jeden Fall der geilste Torjubel des Tages und auch die Vorentscheidung, der Mob hatte Spaß.

Das letzte Drittel sollte leider mit einer unschönen Randerscheinung enden. Wesentliches passierte nicht, bis André Rankel in der 48. Minute Daniel Sparre wohl so unglücklich erwischte, daß dieser mit Verletzung vom Eis mußte, Rankel mit großer Strafe leider auch. Da schwante den meisten schon nichts Gutes ….. Leider hat keiner die Szene so wirklich richtig gesehen, lag sie doch in einem beschis…. Winkel zu unserem Block. Och Sky und die Hauptsschiris haben es nicht gesehen. Der Linesman machte dann die Jungs mit der Binde in der Unterbrechung darauf aufmerksam. Und die Eisbären 5 Minuten in Unterzahl. Jimmy wurde dann auch noch rausgesetzt und wir spielten 2 Minuten 5 auf 3. Großartige 2 Minuten, mit einem großartigen Rob Zepp und einer sehr gut verteidigenden Mannschaft. Wenn man in 2 Minuten 5 auf 3 nur ein Mal aufs Tor schießt, kann man so ein Spiel nicht gewinnen. Die logische Konsequenz war dann Buschis Tor zum 1:4 in Eisbären-Überzahl zwei Minuten vor Ende – das Aus in Spiel 2 für die Tigers und einen Stand von 2:0 für unsere Eisbären. Matchball Nr.1 am Ostermontag in Berlin. Wenn da nicht die Sache mit Ränks wäre. Für dieses Spiel wär er ja automatisch nach seiner großen Strafe gesperrt, die weitere „Urteilsverkündung“ soll dann am Dienstag sein. Erst mal gabs aber noch ne kleine Party im Block (Jungs, haltet Euch ran, OKV gibt’s uffm Foto nur, wenn ihr och Playoff-Figuren habt!!!) und strahlende Gesichter uff Berliner Seite. Allerdings war der Sträublinger in seiner Stadionkneipe nun nicht wirklich niedergeschlagen, die befinden sich seit erreichen der Playoffs eh schon in einer Art „Dauerrauschzustand“, was ihnen auch gegönnt sei. Rückfahrt war dann eher ereignislos, gab noch zwei Filme im Bullymobil, Maich vom Deich fuhr recht flott zurück und gegen halb 3 warn wir back in town. Auswärtsfahrten sind schön – Auswärtssiege noch mehr.

Am geilsten waren aber doch die gelben Gummistiefel, die Fanbeiratsholli vom örtlichen Fahnbeirat in Straubing überreicht bekam. Und Respekt, daß er die die ganze Zeit in der Halle trug. :-)

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