18.4. Die Quadratur des Kreises (Tatanka)

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Aktualisiert am: 20. April 2012

Ganz ehrlich, wenn man mal drüber nachdenkt… ein Kreis in der Quadratestadt ………:-) – ein klassiches (tatankasiches) Oxymoron. Das aber nur am Rande.

Mannheim is ja nun noch ein bißchen weiter als Straubing, zumindest wenn man aus Berlin kommt. Und da ja auch am Donnerstag wieder viel zu tun ist, egal wie das heute ausgeht, haben wir uns entschlossen wieder das Bully-Mobil zu nehmen. „Chauffeure“ waren och genug an Board, also ne entspannte Auswärtsfahrt. Nen kleinen Umweg mußten wa aber in Kauf nehmen, der tischlernde und messebauende Bruder vom Teamchef lungerte gerade im tiefsten Niedersachsen rum, hatte ein paar Tage Pause und wollte och noch mit. Da man sich entgegen kommen wollte traf man sich also 2 Kilometer hinter ner Autobahnabfahrt in Aseln….. Ja, ja genau den, den Ihr jetzt im Kopf habt,  hab ich natürlich och gebracht, „die Assel in Asel abholen“ – wat für ne Steilvorlage :-). Na jut, er hat das „Umwegegeld“ auch ordnungsgemäß in 2 Sixern Radeberger bezahlt. Der weeß halt wat sich jehört! Nächste Rast und „Männerpause“ war dann bei Kassel. Erinnert sich noch jemand? Klar! Sommertheater! Von diesem Hügel des Parkplatzes hatte meinen guten Blick über die Stadt …. Bloß schnell weiter! :-)

Irgendwann mußten wir auch tanken und noch mal ne „Männerpause“ machen. Endlich erfuhr ich auch daß Geheimnis der „tiefergelegenen“ Pinkelbecken. Dachte immer die sind für Kids. Sicher, die können die auch nutzen. Ein Tracker erklärte mir aber, daß die eigentlich für Italiener und gutbestückte männliche Bevölkerungskreise gebaut wurden…. Truckerwitze uffm Raststättenmännerclo – mehr Klischee geht nicht.

Rockerten dann auch recht pünktlich gegen 16.15 Uhr vor der SAP Arena ein und platzierten uns GUT SICHTBAR auf dem BUSPARKPLATZ gegenüber der SAP. So wurde das übrigens auch an alle Selbstfahrer kommuniziert. Sollte eigentlich klar gewesen sein, wo es die Tickets gibt. Ab 16 Uhr klingelte schon Robbis Handy, die Selbstfahrer gaben im Minutentakt persönliche Fahrtinformationen ab, immer begleitet von der Frage, wo man uns denn findet (die Mail hatten übrigens alle bekommen, in der stand, daß es die Tickets am BUSPARKPLATZ, in der Nähe der Berliner Busse geben wird). Die Antwort war also: Am BUSPARKPLATZ gegenüber der SAP Arena, in der Nähe der Berliner Busse, am schwarzen BULLYMOBIL. Nach dem gefühlten 300sten Telefonat wurde dieser Satz einstimmig von der Bully-Mobil-Besatzung und allen rund umstehenden Eisbärenfans zum Satz des Tages gewählt. Berechtigt. Robbi war dafür och janz schön genervt. Verstehe ja och nicht, was an dem Satz: Am BUSPARKPLATZ gegenüber der SAP Arena, in der Nähe der Berliner Busse, am schwarzen BULLYMOBIL nicht zu verstehen ist. Muß wohl die allgemeine Playoff Aufregung sein.

Ärgerlich war dann, das auch noch mehrere Leute NICHT kamen, die wegen der Kurzfristigkeit erst vor Ort bezahlen wollten. Ägerlich vor allem, weil in Mannheim an diesem Spiel auch kein weiterer Bedarf an Karten mehr bestand. Kann man Robbi verstehn, daß er angepißt war, wenn Karten im Wert von 240€ nicht abgeholt wurden…… Aber das konnte man jetzt auch nicht mehr regeln und das Spiel ging gleich los. Also rin…

Meen „Kollege“ der Arena-Hamster Udo – der Geist der beim Bau getöteten Feldhamster, die hier einstmals das Gelände bevölkerten (oder so in der Art) – gab sich dann auch die größte Peinlichkeit und tat so, also ob er auf das Eisbärenlogo auf dem Eis uriniert. Wärs braucht …..  Mal abgesehen davon, daß die Adler kein eigenes Maskottchen haben, darf sich das Arenamaskottchen bei denen auf dem Eis tummeln. Wäre ähnlich, wen in der o2 World ein Mobiltelefon, als Maskottchen der Eisbären rumhüpfen würde. Die spinnen die Quadratköppe.

Und dann gings och kurz später los. Respektvoll muß man anerkennen, daß die Mannheimer es an diesem Tag auch sehr ordentlich hinbekamen, die richtige Playoffstimmung auf die Ränke zu zaubern. Zwar mußte der Stadionsprecher die „Zuschauer“ öfter mal auffordern aufzustehen, wenn sie den Adler wären, aber die Arena war über weite Strecken des Spiel extrem laut. Natürlich gab der Berliner Mob auch ordentlich Gas, hatte es an diesem Abend aber schwer, gegen die personelle Übermacht der Mannheimer anzukämpfen.

Wat soll man zum Spiel weiter sagen. Mannheim ist natürlich mit dem Heimvorteil zu Hause auch ne Macht. Außerdem mußten sie kommen um nicht am Freitag schon das erste Endmatch zu haben. Und das taten sie auch und setzten unsere Jungs von Anfang an unter Druck. Wieder war Zepp der stärkste Berliner. Die Bären fanden sich zwar besser ins Spiel, aber Ulle schaffte es im Nachschuß den Puck in unseren Kasten zu befördern, auch weil unsere Verteidigung nicht auf der Höhe war. Wenig später allerdings schnappte sich Barry-Junge den Puck nach einem Fehlpaß der Adlerverteidiung und drosch das Spielgerät an Freddy vorbei. Ausgleich und es ging wieder von vorne los, allerdings änderte sich das Resultat bis zur 1. Pause nicht mehr.

Die ersten 12 Minuten des zweiten Drittel gehörten den Eisbären, teilweise schnürten sie die Mannheimer im eigenen Drittel ein. Nur Zählbares sprang nicht heraus. Machtse keen, kriegste een und schwupp war es passiert, das 2:1 für die Hausherren viel in dieser Phase fast wie aus dem Nichts. Und danach sollten die Eisbären auch bis Spielende nichts mehr auf die Reihe bekommen, die Adler wurden immer selbstsicherer und schafften im letzten Drittel das Ergebnis recht flink auf 4:1 hochzutreiben. Zwar gab es noch mal ein paar Bemühungen der Eisbären, aber zwingend war nichts. Die Hausherren gewannen verdient mit 4:1 und konnten die Serie zum 1:1 ausgleichen. Am Freitag geht’s also wieder von vorne los, so zusagen im Best of three Modus. Erinnert Euch an meine Worte am Anfang dieser Serie…. Da beide Mannschaften auf Augenhöhe spielen und kleine Fehler dieses Serie entscheiden werden, kann der Heimvorteil mit den eigenen Fans im Rücken der ausschlaggebende Punkt sein……. Eins Sieg deshalb am Freitag eigentlich schon Pflicht, sonst wirds wirklich ganz schwer……. Und dazu brauchen die Jungs auf dem Eis die Mädels und Jungs auf den Rängen. Lautstark, krativ und nach vorne peitschend!

Auf der Rückfahrt gabs dann noch eine erzählenswerte Episode. Warum unser, zu diesem Zeitpunkt niedersächsischer Chauffeur ausgerechnet Ost-Ost-Ost-Göppingen anfuhr konnte er uns auch nicht erklären. Drinnen sah es dann allerdings auch wirklich aus, wie im Osten früher – gähnend leere Auslagen. Einsam gammelte ein Käsebaguette  vor sich hin, das auf jeden Fall seine schönsten Stunden schon lange hinter sich hatte. Ost-Ost-Ost-Göppingen……. :-)

Zu Hause angekommen, diesmal uffs Anlegebier verzichtet und gleich auf Kaffee umgestiegen – war ja schon hell. Half aber nicht, nen paar Stunden mußte ick och noch die Augen zumachen – versank auch gleich im Bärenschlaf …. waren ja auch wiedermal 24 Stunden on Tour.

Ein Unding ist gestern aber auch in Mannheim passiert. Zuvor muß man sagen, war für uns Berlina alles super, es gab eine gute Zusammenarbeit mit Arena und Sicherheit. Doch nach dem Spiel, als die Kassen die Karten für Sonntag verkauften, wurden etliche Eisbärenfans, die sich angestellt hatten mit den Worten abgewiesen: Verpißt euch ihr Eisbärenfans, ihr bekommt hier keine Karten. Ohne Worte!!!! Und das an einer offiziellen SAP-Verkaufskasse.

Es geht an sich nicht um den Fakt, daß sie den Eisbärenfans keine Karten verkauft wurden, sondern einfach nur um den Ton. Andersrum hätten etliche Adlerfans bei uns Karten kaufen können……

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