15.4. Auf zur letzten Runde

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Aktualisiert am: 17. April 2012

Es ist die Schlacht der Giganten, das Finale der Rekordmeister, die beiden Topadressen in Sachen Ausbildung – nicht umsonst standen sich im DNL-Finale die Jungadler und unsere Juniors gegenüber.

Beide Teams hatten in der Saison ihre jeweiligen Heimspiele gewonnen. Und wer erinnert sich nicht noch gerne an das Spiel gegen Mannheim auf NHL-Eis Anfang Oktober. Ich persönlich glaube, daß die beiden spielerisch stärksten Mannschaften mit dem tiefsten Kadern in diesem Finale auf einander treffen. Die Chancen stehen 50:50, vielleicht ist in dieser Saison der Heimvorteil der entscheidende Faktor.

Bei Wolfsburg im letzten Jahr war ich Recht zuversichtlich, daß wir nicht 3 Spiele gegen die Autostädter verlieren. In diesem Jahr ist das anders, schätze ich doch Mannheim als wesentlich härteren Brocken ein. Dementsprechend war die Anspannung an diesem Sonntag besonders hoch. Aber wir hatten Playoff Wetter.

Bis auf die Kids Club Suite gab`s auch im Ablauf nicht wesentlich viel Neues, hatten wir ja schon 5x in den letzten 7 Jahren J. Klar war, daß Bernd Römer wieder die Nationalhymne rockt – hat ja bisher IMMER Glück gebracht. Ick hab ihn mit meenem Kleenen natürlich och wieder zu seiner Bühne gebracht.

Und dann gings endlich los. Den Respekt den beide Teams vor einander hatten war deutlich zu spüren. Unsere Bären setzten die Gummihühner aus der Quadratestadt auch ordentlich unter Druck bis diese sich auch mehr ins Spiel fanden. Schön (und ein wenig erwartet) zu sehen, daß beide Mannschaften versuchten, daß Spiel mit Eishockey zu gewinnen, nicht mit Dorfteichrumpelhockey. Ging aber zu Null in die Kabine. Auf den Balkonen gabs dann auch die unterschiedlichsten Meinungen. Von Sweep bis 5 Spiele waren auch alle Tipps vertreten, na okay, davon das eventuell ja och die Adler Meister werden könnten, sprach keiner :-).

Im 2. Drittel ein ähnliches Bild, beide Teams auf Augenhöhe, Chancen auf beiden Seiten und die Torhüter beide mit ner großen Leistung. Langsam wurde es „ungemütlich“ im Pelz, die Spannung stieg enorm – wer hier das 1. Tor schießt gewinnt Spiel Nr. 1.

Aber auch bis zur 2. Pausensirene gabs keine Tore ……

Und die Spannung stieg ins unermessliche. Das letzte Mal war ich bei einem Eishockeyspiel so angespannt, als wir im letzten Jahr Spiel 4 gegen Düsseldorf hatten und es in die Verlängerung ging. Damals allerdings war es schon das „Ex oder Hopp“ Spiel, hier war es „lediglich“ das Erste im Finale. Auf der anderen Seite haben aber die Eisbären bei ihren bisherigen Meisterschaften auch immer das 1. Spiel gewonnen. Das heißt jetzt noch nichts, aber es hilft ein bißchen :-).

Im letzten Drittel endlich die Erlösung, Mads brachte über seinen Schlittschuh die Scheibe im Tor unter – Videobeweis! Da unser kleiner Däne nicht gekickt hatte, war das Tor regulär, die Halle tobte und man konnte die Steine richtig plumsen hören. Mannheim wurde jetzt „fickriger“, kassierte Strafen und dann 8 Minuten vor Ende, wieder mal ne Eisbärenüberzahl, schlenzte Ritchie den Puck von der blauen Linie ins Tor – das war die Erlösung. Eine unglaubliche Anspannung fiel ab und die Freude war riesig, nich nur bei mir und meinem Bully-Team, sondern in der ganzen Arena, naja bis auf Block 411 :-).

 

Ein unglaublich wichtiger Sieg in einem packenden 1. Spiel. Die Bedeutung kann man eigentlich erst erfassen, wenn man beide Teams und die Verletztensituation vergleicht. Mannheim komplett, bei den Eisbären „20 Meisterschaften“ verletzt oder gesperrt. Respekt an das ganze Team! Besonders gefreut habe ich mich über unsere Nr. 10, der sein bestes Spiel im Eisbärentrikot zeigte, zwar hat er nicht gepunktet, dafür ist er gnadenlos dahin gegangen wo es weh tut.

Auf jeden Fall ist es ein gutes Gefühl den ersten Sieg eingefahren zu haben und so ein bißchen leichter in die Quadratestadt zu fahren. Das wird da am Mittwoch ein ganz heißer Tanz und sicher richtungsweisend für den Rest der Serie. So richtig will ich mich da immer noch nicht festlegen. Da spielen die Top-Teams der Liga auf Augenhöhe und nur Kleinigkeiten entscheiden über Sieg oder Niederlage. Das die Adler sich zu Hause nicht die Butter vom Brot nehmen lassen wollen ist klar, die Fans da werden ihren Teil dazu beitragen. Mal schaun wie lautstark unsere 600-Mann Reisegruppe es schafft unsere Bären zum Sieg zu brüllen. Und wenns nach mir geht, brauch ick kein 2. Mal da runter rockern!!!!

Danke Mike K. für die Fotos!

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