11.4. Mission „Dorf 2“ – Finaaaaaalllllleeeee oooooooohhhhoooooo…………..

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Aktualisiert am: 14. April 2012

In Berlin noch schönstes Sonnen-Playoff-Wetter sind wir so um 11.30 Uhr an der Geschäftsstelle gestartet. Na klar wieder mit Bully-Mobil, hatte doch Robbi allen Eisbärenfans und Sträublingern gesagt, daß er die Tickets vor der Halle aus diesem verteilen wird. Im Nachhinein die klügste Entscheidung des Dienstages. Unterwegs erst Herrn P. seinen Bus überholt (der machte gerade Rast) und dann den „Warnwestenbus“. Böse Zungen in Eishockeydeutschland behaupten ja, daß dieser Bus wie ein „Geisterschiff“ auf deutschen Straßen unterwegs ist und regelmässig bei allen wichtigen und vielen unwichtigen Eishockeyspielen in diesem Land auftaucht, einfach so. Allerdings wird auch behauptet, daß der Bus öfter mal am Rand einer Autobahn, vorzugsweise auf dem Standstreifen gesichtet wurde. Was wiederum die Warnwesten, der ansonsten recht einheitlich, weinrot gekleideten Besatzung erklärt. An diesem Tag sollte der Bus aber ein gutes Karma haben und war sogar vor dem Bus von Herrn P. und Uwe in Straubing. Was wohl auch daran lag, das Herr P. sein Bus auf der Autobahn noch mal nen kurzen Richtungswechsel vollzog und gen Berlin zurückdonnerte, um das „Begleitkommando“ von Team Green zu verwirren. Die waren wohl der Meinung ab bayrischer (österreichischer) Staatsgrenze den Bus begleiten zu müssen. Man hatte wohl nen Aufkleber an der Raststätte entdeckt…….

In Straubing dann auch gleich mal richtig beschissenes Wetter mit Niesel und Regen und Niesel und Regen. Wir durften mit dem Bully-Mobil wirklich direkt neben den Kassen parken, damit unsere Fans nicht so lange suchen mußten und die Sträublinger natürlich auch nicht. Und das war auch gut so, den in diesem Regen Tickets ausgeben, Listen kontrollieren und Geld kassieren wäre echt ne Hardcorenummer geworden. So nach und nach trafen sie auch alle ein. Dem einen Straubinger konnte Robbi wohl noch eine größere Anzahl Tickets versprechen, worauf er versprach für jedes Ticket zusätzlich zwei bayrische Biere mitzubringen. Das Bully-Mobil sah danach auch aus wie ein bayrischer Spätverkauf (den es sicher in Bayern nicht gibt). War lustig. Ein bißchen Trinkgeld (54€) für den Nachwuchs kam auch zusammen, Herr P. spendet von seinem Bus och noch mal 20€, Lutz noch mal 2€ und icke runde dann auf 100€ auf. Danke Tigers-Fans! Entspannt war auch der Einlass. Bis auf 2 Trolls aus Berlin, die trotz Ansage auf den Bussen, der Meinung waren Team Green mal ne Leuchtfackel vor die Nase zu halten. Dazu gabs noch mal ein bißchen Nebel und kurzzeitig war auf dem Vorplätzchen nüscht mehr zu sehn. Als sich dann der Qualm verzog, sah man sie (nein nicht im Wäschetrog) sondern in nem grünen Kessel :-). War dann auch relativ schnell klar, daß die Jungs wohl umsonst nach Niederbayern gereist waren. Naja auch in Straubing gibt’s wohl eine SKY-Bar :-).

Pünktlich zum Spielbeginn im Stadion, hatte ich das Gefühl, das es noch mal ein bißchen voller, als in Spiel 2 war. Klar, die hofften hier alle auf DIE Sensation. Wir auf das Gesetz der Serie. Allerdings begannen die Hausherren auch so, wie sie vor 2 Tagen in Berlin aufgehört hatten, aber auch unsere Jungs kamen wieder besser in Tritt und es entwickelte sich ein hochspannendes Spiel. Das sollte es auch bis zum Ende bleiben. Barry Talackson glückte dann schon in Minute 5. der erste Treffer. Doch die Tigers erhöhten den Druck und kamen zu 3, 4 gefährlichen Kontern. Eine dieser Angriffsversuche nutze dann auch ausgerechnet unser Straubinger „Liebling“ Bakos zum 1:1 Ausgleich. Das die Halle das ausrastet, war zu erwarten. Mit diesem Ergebnis gings auch in die erste Drittelpause. Und es regnete immer noch…

Nach der Pause unsere Bären klar die bessere Mannschaft, nur leider sprang bei dieser Überlegenheit nichts Zählbares raus, spätestens Brust war in dieser Phase immer die Endstation. Und auch eine 5-3 Überzahl wurde nicht genutzt. Und das rächt sich ja bekanntlich häufig. So auch in diesem Fall. Nach angezeigter Strafe gegen Baxi setzten sich die Tigers in unserem Drittel fest. Felle büßte auch noch seinen Schläger ein und so fiel nach ca. einer Minute das Tor. Ick globe länger hätte der Schiri auch seinen Arm mit der angezeigten Strafe nicht mehr oben lassen können. Die Strafe entfiel zwar, aber es stand auch 2:1. Zwar erhöhten unsere Bären noch einmal die „Schlagzahl“, in diesem Drittel sprang aber nüscht mehr bei raus. Die Fans standen recht ratlos in der Pause im Regen, son bißchen wie die begossenen Pudel. Klar, es waren noch 20 Minuten und eigentlich unsere Jungs gut am Drücker. Nur Tore wollten nicht fallen. Und die Sträublinger hatten wohl ne ganz passable Statistik, was Siege nach Führung im 2. Drittel anging. Hatten! :-)

Man sah unseren Jungs an, daß sie zwar Bock hatten nach Berlin zu fahren, aber ohne den bayrischen Anhang. Genau wie die Geschäftsstelle hatte da keener Bock auf ne zusätzliche Freitagabend Schicht. Trotz Druck der Hausherren schaffte Barry-Junge nach 5 Minuten in diesem Drittel den vielumjubelten Ausgleich und du konntest zuschauen, wie ein Teil der Anspannung aus den Gesichtern des Berliner Mobs verschwand. Danach hatten unser Jungs auch das Spiel im Griff, was allerdings in dieser Phase, sowohl auf dem Eis, als auch auf den Rängen sehr „giftig“ war. Und so kam ein Teil des Berliner Anhangs in den Genuß von mehreren Straubinger Bierduschen. Kann ick verstehen. Ist zwar nicht so schlimm das Bier wie in Nürnberg, von der Offenbarung allerdings auch Meilen entfernt. Und da se ihr Kleingeld ja schon in Spiel 2 Berlin gespendet haben, wurde jetzt der Becherpfand dem Gästeblock überlassen. Mensch, mensch, wenn wir die Bayern nich hätten – danke für Hartz 4 und den Becherpfand!

Und dann war es in der 54 Minute endlich so weit. Brusty war mal wieder mit vergeblichen Checkversuchen beschäftigt, verlor das Gleichgewicht und Darin Olver hatte keine Schwierigkeiten einzunetzen…. Ihr habt noch 6 Minuten!!!!! Die wollten die Tigers auch noch mal nutzen und hatten ein paar ganz gute Möglichkeiten. Rob Zepp hatte aber och keen Bock mehr uff Gegentore. Als die Sträublinger kurz vor Ende (Brust wollte gerade sein Tor verlassen) noch ne Strafe zogen, war es wiederum unsere 1. Reihe, die einen gescheiten Konter fuhr, den Buschi schön vollendete. Das war dann auch gleichzeitig die „Sternstunde“ von Herrn Brust – und sicher auch sein letztes Spiel für ne ganze Zeit länger. Herr Brust war nach dem Tor der Meinung, Buschi erst mal an seinem Schläger „riechen“ zu lassen und streckte unsere Nr. 26 in alter Rittermanier nieder. Ganz peinlich wurde es dann, als er zur Entscheidung der Schiris auf Matchstrafe noch in Richtung Straubing-Fans applaudierte. Ganz schlechter Sport, ganz schlechter Abgang Herr Psycho-Brust! Schade, weil das trübte so ein bißchen das Saisonende der Straubinger, die den Eisbären wirklich einen großen Kampf geliefert haben. Können wir nur hoffen, daß Buschi keine Gehirnerschütterung hat und am Sonntag wieder ufflaufen kann. Nach Spielende feierten wir unsere Mannschaft, die Straubinger ihre. Und natürlich, weil Saisonende kamen die Straubinger noch mal aus der Kabine. Großer Sport und selten im Profimannschaftssport so gesehen, feierten die Eisbärenfans auch das Straubinger Team und skandierten minutenlang „Straubing“ ……

Danach gabs noch ein paar nette Gespräche mit der Straubinger Ultrafraktion, die eine ganz Symphytische ist. Mit dem Wunsch Mannheim zu schlagen  – man will na nicht gegen den Vizemeister verloren haben – und das wir gut zu Hause ankommen sollen, wurden wir in Straubing sehr nett verabschiedet.

Auf der Rückfahrt wars dunkel, Maich vom Daich war schnell. Mit Anlegebier diesmal um 6 Uhr im Bett gewesen – am nächsten Tag war ja och keen Feiertag, sondern es wartete wieder ne ganze Menge Arbeit. Allerdings die schönere von beiden Varianten. Nachher also…. Finaleeeeee ohhho, aber erst mal nur die Vorbereitung.

Hier noch ein kleines Video von nach dem Spiel. Fair! :)

Faire Geste der Berliner Fans nach dem Spiel

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